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Überlegungen


der cleverste trick:

keine liebe ist besser als jene ohne objekt.
keine arbeit ist besser als jene ohne absicht.

wenn du cleverness und tricks aufgeben könntest -
das wäre der cleverste trick !


aus: rumi, das eine lied





Klimakrise - spirituell betrachtet


von jetzt an zählen die Entscheidungen, die persönlichen und
die gemeinschaftlichen, wir entscheiden zusammen, ob es weiterhin
Biosphären auf der Erde geben wird, in denen auch menschliches Leben sein kann.

den meisten Menschen ist klar, dass wir jetzt in die existentiellen
Entscheidungen kommen, dass unser Zeitfenster für den Wandel
nur noch sehr klein ist.

wie helfen wir uns gegenseitig, uns zu verändern ?

jede*r hat andere Kapazitäten, persönlich wie gemeinschaftlich -
es stehen Fragen an, die wir angehen müssen,
die keine Generation mehr Zeit haben.

wie generieren wir den Mut zur Veränderung ?
wie zeigen wir uns, dass wir uns helfen, uns nicht im Stich lassen,
es uns zusammen besser geht und wir schönere Zukünfte erschaffen können ?

belohnen wir mit mehr Aufmerksamkeit oder Anerkennung,
wenn jemand viel Natur verbraucht ( Fliegen, SUV etc ) oder statt
Hyperkonsum lieber ein erfüllenderes Leben hat ?

wer hat schon mal die eigene CO2-Bilanz aufgestellt ?
und ist die großen Posten angegangen,
um wirklich einen Unterschied zu machen ?

wir können demokratisch und mitwirkend viel ausrichten,
was bringt uns da in Schwung und macht uns Spaß ?

sehe ich in einem anderen Menschen eher jemanden,
den ich "konsumieren" kann, dessen Arbeitskraft abgelöst von der Person
einfach bezahlt wird oder spüre ich,
da ist ein eigener, wertvoller Mensch mir gegenüber ?

wie wir mit anderen Lebewesen umgehen und wie wir sie spüren oder eben ignorieren,
hat sehr viel damit zu tun, ob wir die Natur als Lebendiges, Beseeltes wahrnehmen und
so leichter wieder in die angemessenen Grenzen finden und in eine tatsächliche Dankbarkeit, auf einem Planeten solcher Schönheit und Vielfalt leben zu dürfen.

was wir angeblich müssen und was unsere Trägheit uns vorgaukelt,
das Gefühl, zu verlieren, wenn wir Materielles einschränken -
wie bringen wir den wirklichen Reichtum, der menschlich entsteht,
wenn wir uns wieder mehr achten, zusammenwirken, ergänzen
und freiwillig einbringen, statt nur passiv das zu leben,
was kapitalistisch abgerufen wird ?

es entstehen existentielle Fragen angesichts der Klimakrise,
es geht um unser aller Überleben.

spirituell betrachtet: Liebe zur Schöpfung,
Demut vor der Ganzheit des Lebens,
bedingungsloses Schenken und Annehmen,
inners Meistern der eigenen selbstsüchtigen oder
aus Angst übertriebenen Bedürftigkeiten,
Achtung des Lebens in der Natur -
das sind Ideale, die nicht nur anstrengen :-),
sondern etwas mehr gelebt
zu einem vitaleren Verbundensein, emotionalem Genährtsein,
mehr Vertrauen ins Miteinander führen.

ich selbst glaube, dass wir fähige Erwachsene sind,
die Verantwortung spüren, gerne selbstwirksam sind,
die Neues leben können, entwickeln können, die gerne
Erfüllung spüren, für sich und andere gut zu sorgen und
die auch Sinn darin generieren können, friedlich Entwicklungssprünge
zu erleben, die früher mehrere Generationen brauchten.

die Frage bleibt: wie unterstützen wir uns gegenseitig gut darin,
uns zusammen zu verändern ?





ohne dogma

meiner sicht nach passen naturheilkunde und schulmedizin gut zusammen,
ergänzen sich und haben jeweils unterschiedliche möglichkeiten

schön, wenn nach der pandemiezeit der graben, der sich da nochmal vertieft hatte, wieder flacher wird und es soviel zusammenwirken als möglich gibt

einige naturheilkundler sind anhand eigener dogmen etwas irregeführt worden in der zeit, als über impfungen diskutiert wurde:-)

hier heißt ohne dogma für mich: die ersten coronavarianten waren so gefährlich für geschwächte menschen, dass die impfung absolut sinnvoll war,
schon aus rücksicht auf verletzlichere mitmenschen.

in erster linie gehören gesundheitsentscheidungen in die souveränität der person, daher ist eine verpflichtung nicht einfach und das wurde ja auch
entsprechend diskutiert.

dass sich an dieser frage soviel polarisierung aufbaute, zeigt vielleicht
die grundspannungen, die momentan viele bewegt:
das spannungsverhältnis von individueller freiheit und gemeinschaftlicher anpassung.

hoffe sehr - wie es sich für eine pluralistische gesellschaft gehört -
dass wir wieder toleranter, fröhlicher, entspannter mit abweichenden meinungen umgehen.

der wunsch nach grosser angleichung in der meinung erzeugt eine menge
gegenwehr und hat diese spannungen bei manchen zu feindseligkeiten gesteigert. hier brauchen wir alle wieder mehr lockerlassen, drüber lachen können, erkennen: es bedroht nicht, wenn jemand anderes meint, die grundlegende verbundenheit ist dennoch da.

wie oft redet man noch gutgelaunt mit leuten, die möglicherweise eine völlig andere meinung oder sogar ein ganz anderes weltbild haben ?

spirituell gesehen, ist jedes weltbild nur bedingt nützlich und keines kann die wirklichkeit tatsächlich abdecken. etwas durchlässigkeit beim eigenen weltbild ist also ganz vernünftig, damit mensch orientiert, aber nicht dogmatisch ist :-)